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Reifenmontiermaschine kaufen: Warum die Zollangabe wichtiger ist als der Preis
Die Reifentechnik ist das Herzstück vieler Werkstätten. Zwei Geräte stehen dabei im Mittelpunkt: die Reifenmontiermaschine und die Radwuchtmaschine.
In unserer Kategorie Reifentechnik finden Sie beide Gerätetypen:
- Reifenmontiermaschinen: zum Auf- und Abziehen der Reifen von der Felge
- Radwuchtmaschinen: zum Auswuchten der fertig montierten Räder
- Hilfsmontagearm: Unterstützung bei Montage und Demontage niedriger Reifenquerschnitte
Beim Kauf schauen viele zuerst auf den Preis. Das ist nachvollziehbar, führt aber oft zum falschen Gerät. Worauf es bei der Montiermaschine wirklich ankommt – und warum die Wuchtmaschine unkomplizierter ist – erklären wir hier.
1. Der Unterschied: Innenspannung und Außenspannung
Das Felgenmaterial entscheidet darüber, ob innen oder außen gespannt wird.
- Stahlfelge: lässt sich sowohl von innen als auch von außen aufspannen. Für gewöhnlich wird sie von innen gespannt.
- Alufelge: ausschließlich Außenspannung. Bei Innenspannung beschädigt der Spannbacken die Alufelge an der Innenseite – im schlimmsten Fall bis zur Unbrauchbarkeit.
Für empfindliche Alufelgen lohnt sich außerdem ein Hilfsmontagearm (Niederhalter). Er hält Reifen und Felge beim Montieren sicher in Position und schont das Material zusätzlich.
MERKSATZ
Alufelgen sind ausnahmslos per Außenspannung zu montieren. Eine falsch dimensionierte Maschine – zu geringer Zoll-Raddurchmesser – lässt die Montage erst gar nicht zu.
2. Die entscheidende Größe: Reichweite der Außenspannung in Zoll
Wenn klar ist, dass Sie Außenspannung brauchen, kommt die eigentlich wichtige Frage: Bis zu welchem Durchmesser schafft die Maschine das? Hier trennt sich das Einsteigergerät vom Profigerät.
- Einsteigergerät (Klassik-Serie): Außenspannung nur bis 18 Zoll. Für kleinere PKW-Felgen reicht das – bei größeren Alurädern ist Schluss.
- Profi- oder Expertmaschine (Art. 140104 oder Art. 140202A): Außenspannung bis 22 Zoll oder mehr, Innenspannung bis 26 oder 28 Zoll. Dazu ein größerer Drehteller und ein Starkstrommotor (400 Volt) für mehr Kraft.
WORAUF ES ANKOMMT
Nicht der Preis steht im Vordergrund, sondern die Zollreichweite der Außenspannung. Sie bestimmt, welche Felgen Sie überhaupt verarbeiten können.
Überlegen Sie also vorab, welche Raddurchmesser bei Ihnen tatsächlich auf die Maschine kommen. Wer schon heute viele große Alufelgen in der Werkstatt hat, sollte nicht bei 18 Zoll anfangen.
3. Die Wuchtmaschine: weniger kritisch
Bei der Wuchtmaschine ist die Auswahl deutlich entspannter. Die typischen Modelle decken den normalen Werkstattbedarf gut ab, die Unterschiede zwischen den Geräten sind hier weniger entscheidend als bei der Montiermaschine. Der höhere Preis bringt vor allem Zusatzoptionen mit: Verwendung für Motorräder, mehrere Auswuchtprogramme, automatische Raddatenabnahme und Laseranzeige für die Platzierung der Klebewuchtgewichte.
KURZ
Stecken Sie Ihre Aufmerksamkeit in die richtige Montiermaschine. Bei der Wuchtmaschine ist die Entscheidung in der Regel unkomplizierter.
Fazit: erst die Felgen, dann die Maschine
Der Preis allein ist bei Reifenmontiermaschinen kein guter Ratgeber. Entscheidend ist, welche Felgen Sie verarbeiten:
- Aluräder im Programm? Dann ist Außenspannung Pflicht.
- Große Raddurchmesser? Dann zählt die Zollreichweite, nicht das Preisschild.
Unsere Erfahrung aus dem täglichen Einsatz hilft Ihnen, die richtige Auswahl zu treffen – und erspart Fehlkäufe.
Unsicher, welche Reichweite Sie brauchen?
Schreiben Sie uns oder rufen Sie an. Wir klären das gemeinsam, bevor Sie sich festlegen.
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